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	<title>Uncategorized &#8211; Jörn von Grabe &#8211; Team- und Persönlichkeitsentwicklung</title>
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	<description>Prozessbegleitung für Teams und Privatpersonen</description>
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	<title>Uncategorized &#8211; Jörn von Grabe &#8211; Team- und Persönlichkeitsentwicklung</title>
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		<title>Sprache als Wirklichkeits-Generator (Teil 1) &#8211; Wie Worte Wirklichkeiten formen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joern]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 06:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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<h2 class="wp-block-heading">Sprache als Wirklichkeits-Generator</h2>



<p>Sprache ist weit mehr als ein neutrales Transportmittel. Sie ist nie „nur“ Beschreibung, sondern immer auch Gestaltung von Wirklichkeit. Im politischen Alltag, in den Medien und auch in der Therapie begegnen wir Sprache, die unsere Wahrnehmung strukturiert, Deutungsräume öffnet oder schließt und damit Handlungsspielräume erweitert oder beschneidet. Im Alltagsverständnis wird Sprache dagegen häufig reduziert auf das einfache Modell von Sender und Empfänger: Jemand sagt etwas, jemand anderes hört es – und die Botschaft ist übertragen. Dieses Bild wirkt eingängig, greift aber zu kurz. Denn Sprache rahmt, bewertet, legitimiert. Sie kann verharmlosen oder dramatisieren, mobilisieren oder lähmen.</p>



<p>Der systemische Denker Fritz B. Simon bringt es auf den Punkt: <strong>„Sprache ist Wirklichkeitsgenerator.“</strong> Genau darum soll es hier gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sprache als Informationsrohr? Ein Beispiel</h2>



<p>Wenn jemand sagt: „Es regnet draußen“, nehmen wir das meist als schlichte Information. Doch Sprache wirkt nie nur auf dieser Ebene. Besonders deutlich wird das, wenn wir den Satz etwas zuspitzen: „Es stürmt und regnet draußen.“</p>



<p>Aus dem Mund eines Kindes am Fenster ist er eine beiläufige Beobachtung. Eine Wanderführerin löst mit demselben Satz vielleicht eine Entscheidung aus: „Die Tour fällt aus.“ Und eine Politikerin, die ihn im Kontext von Extremwetter spricht, deutet ihn als Indiz für den Klimawandel. Ein identischer Satz kann also völlig verschiedene Wirklichkeiten schaffen – abhängig davon, wer ihn ausspricht, in welchem Kontext und mit welcher Absicht. Sprache ist immer Teil der Wirklichkeitskonstruktion.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sprache formt Bedeutungsräume</h2>



<p>Wenn wir Sprache nur als Informationsaustausch begreifen, übersehen wir ihre vielleicht wichtigste Wirkung: Sie <strong>formt Bedeutungsräume</strong>. Schon die Entscheidung für ein einzelnes Wort kann den Charakter einer Situation radikal verändern. „Das ist ein Test“ ruft Assoziationen von Prüfung, Druck und möglichem Scheitern hervor. „Das ist ein Experiment“ dagegen öffnet den Raum für Ausprobieren, Lernen und Entwicklung.</p>



<p>Sprache wirkt deshalb formatierend, weil sie Erfahrungen und Konzepte mit <strong>Etiketten</strong> versieht. Ein Begriff wie „Liebe“ oder „Depression“ ist nicht die Sache selbst, sondern ein Label, das einen ganzen Assoziationsraum aktiviert. Hinter solchen Etiketten stehen individuelle Bedeutungen, die zugleich kulturell überformt sind: Wir alle verbinden bestimmte Bilder, Geschichten und Bewertungen mit ihnen, die uns durch Medien, Bildung und kollektive Narrative geprägt wurden.</p>



<p>Gerade diese kulturelle Überformung macht die formative Dimension so machtvoll. Sie sorgt dafür, dass Begriffe nicht nur individuelle Bedeutungsfelder eröffnen, sondern kollektive Wirklichkeitsräume strukturieren. In der Therapie wird das besonders sichtbar: Wer von „Depression“ spricht, nimmt schnell eine kranke Identität an, die Handlungsspielräume einengt. Wer dieselbe Erfahrung als „Phase, in der vieles schwerfällt“ beschreibt, lässt offen, dass Veränderung möglich bleibt.</p>



<p>Auch politisch ist diese Rahmung entscheidend. Begriffe wie „Schummelsoftware“ verharmlosen systemischen Betrug, indem sie ihn in den kulturell vertrauten Bedeutungsraum kleiner Mogeleien verschieben. So wird eine neue Wirklichkeit erzeugt, in der schwerwiegende Missstände fast harmlos wirken. Sprache ist also nicht nur Medium, sondern Motor von Wirklichkeitsgestaltung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sprache im Diskurs: die Klima-Begriffe</h2>



<p>Besonders anschaulich zeigt sich die formative Wirkung im Klimadiskurs. Jahrzehntelang dominierte der Begriff „Klimawandel“. Informativ verweist er schlicht auf das Klima und eine Veränderung. Doch schon der Anhang „Wandel“ rahmt: Wandel klingt im Deutschen neutral bis positiv. Mode wandelt sich, Gesellschaften wandeln sich, Jahreszeiten wandeln sich. Dieser Frame beschwichtigt. Er suggeriert, es handele sich um einen evolutionären Prozess, nicht um eine epochale Bedrohung. Dass das politisch gewollt war, zeigt die Geschichte: 2002 empfahl der republikanische Politikberater Frank Luntz, in den USA statt „global warming“ („globale Erwärmung“) lieber von „climate change“ zu sprechen, weil es „weniger beunruhigend“ klinge.</p>



<p>Als Gegengewicht etablierten Aktivist:innen und Journalist:innen später den Begriff „Klimakrise“. Dieser betont Dringlichkeit und Ausnahmezustand, hat aber ebenfalls einen blinden Fleck: Krisen gelten kulturell als vorübergehend. Eine Lebenskrise oder Finanzkrise mag schwer sein, doch sie wird überwunden. „Krise“ mobilisiert, lässt aber zugleich die Hoffnung auf Rückkehr zu Normalität entstehen – eine Normalität, die es in der Klimafrage längst nicht mehr gibt.</p>



<p>Noch drastischer wirken die Begriffe „Klimakatastrophe“ und „Klimakollaps“. Sie rufen Bilder von Zerstörung und Zusammenbruch hervor, sprechen von Endgültigkeit und Irreversibilität. Sie sind näher an den möglichen Folgen, wirken aber zugleich alarmistisch und bergen die Gefahr, Menschen in Resignation zu treiben.</p>



<p>Von „Wandel“ über „Krise“ hin zu „Katastrophe“ und „Kollaps“ verschiebt sich also die semantische Rahmung von Beschwichtigung über Dringlichkeit hin zu radikaler Bedrohung. Jeder dieser Begriffe erzeugt andere Assoziationen, öffnet andere Handlungsräume und begünstigt unterschiedliche Akteure. Industrie und konservative Politik profitierten lange vom beruhigenden „Wandel“, Bewegungen wie Fridays for Future vom mobilisierenden „Krise“-Frame, während NGOs mit Begriffen wie „Katastrophe“ Aufmerksamkeit erzielten, aber auch den Vorwurf der Panikmache riskierten. Sprache entscheidet so mit, ob Klimapolitik als Randthema, als temporäre Störung oder als existentielle Herausforderung erscheint.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sprache im Diskurs: die „Flüchtlingskrise“</h2>



<p>Ähnlich funktioniert der Begriff „Flüchtlingskrise“. Informativ verweist er auf eine Realität: Menschen fliehen vor Krieg, Verfolgung und Not. Doch mit dem Anhang „Krise“ verschiebt sich der Bedeutungsraum: Migration wird als Ausnahmezustand gerahmt, als temporäre Störung, die man managen müsse, bis Normalität zurückkehrt.</p>



<p>Damit werden Ursachen wie globale Ungleichheit, koloniale Kontinuitäten, Klimaveränderungen oder geopolitische Konflikte aus dem Blick gedrängt. Politisch ist dieser Frame bequem: Er legitimiert Grenzschließungen, Notstandsmaßnahmen und kurzfristige Hilfsprogramme, ohne die tieferen Systemfragen anzutasten. Gesellschaftlich vermittelt er Entlastung – nach der „Krise“ könne wieder Normalität einkehren. Dass es diese Normalität nie gegeben hat, verschwindet aus der Wahrnehmung. Migration ist ein Dauerphänomen der Menschheitsgeschichte.</p>



<p>Profitiert haben von diesem Begriff Regierungen, die sich auf außergewöhnliche Umstände berufen konnten, und populistische Bewegungen, die Ängste mobilisierten. Benachteiligt wurden Geflüchtete, die als Krisensymptome statt als Menschen gesehen wurden, und eine Gesellschaft, die den Blick auf Solidarität und Gerechtigkeit verliert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sprache im Diskurs: die „Schummelsoftware“</h2>



<p>Ganz anders verhält es sich beim Begriff „Schummelsoftware“. Informativ verweist er auf Motorsteuerungsprogramme. Der formative Zusatz „Schummeln“ aber verlegt den Skandal in den kulturell vertrauten Bedeutungsraum kleiner Mogeleien. Schummeln kennen wir vom Spielen, von der Schule, von alltäglichen Tricksereien – fast immer begleitet von einem Augenzwinkern.</p>



<p>So wird aus systematischem Betrug mit gravierenden Folgen für Umwelt und Gesundheit sprachlich eine kleine Unregelmäßigkeit. Der Begriff entlastete Hersteller und Politik, während Konsument:innen und Öffentlichkeit getäuscht wurden. Anstelle einer „Manipulations- oder Betrugssoftware“, die Reformdruck erzeugt hätte, etablierte sich eine Verharmlosung, die Verantwortung verschob. Sprache erzeugte hier eine Ersatzwirklichkeit, in der strukturelle Betrugspraktiken harmlos wirkten – ein Paradebeispiel für formative Manipulation.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sprache im Diskurs: der „Krieg gegen den Terror“</h2>



<p>Während „Schummelsoftware“ verharmlost, bläht der Begriff „Krieg gegen den Terror“ auf. Der Sachanker ist real: Terror existiert. Doch das martialische Label „Krieg“ verwandelt ein asymmetrisches, kriminalpolitisches Phänomen in den Deutungsraum regulärer Armeen, Schlachten und Siege.</p>



<p>Die Folge ist ein semantischer Widerspruch, der politisch hoch wirksam wurde. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 legitimierte der Begriff weitreichende militärische Interventionen, obwohl Terrorismus sich militärischer Logik entzieht. Der Frame „Krieg“ schuf den Eindruck klarer Handlungsfähigkeit, während strukturelle Ursachen in den Hintergrund traten. Profiteure waren Regierungen und militärisch-industrielle Komplexe, Leidtragende Millionen Zivilist:innen, die unter Krieg und Ausnahmegesetzen litten.</p>



<p>Der Begriff zeigt, wie Sprache nicht nur beschönigen oder relativieren kann, sondern auch überhöhen und damit Handlungsoptionen schafft, die faktisch ins Leere laufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sprache im Diskurs: die „Nutztiere“</h2>



<p>Ein weiteres Beispiel für die formative Kraft von Sprache ist der Begriff „Nutztiere“. Informativ verweist er auf Tiere, die von Menschen gehalten werden. Entscheidend ist jedoch die Rahmung: Der Zusatz „Nutz-“ reduziert Lebewesen auf ihre Funktion für den Menschen – Fleisch, Milch, Eier, Leder oder Arbeitskraft. Tiere erscheinen so nicht als eigenständige Wesen mit Empfindungen und Bedürfnissen, sondern als Ressourcen, die verwertet werden.</p>



<p>Die formative Wirkung dieses Begriffs liegt darin, dass er Empathie systematisch unterbindet. Während Bezeichnungen wie „Hund“ oder „Katze“ Assoziationen von Individualität, Bindung und Fürsorge hervorrufen, wirkt „Nutztier“ sachlich und nüchtern. Der Begriff ordnet Tiere in ein ökonomisches Raster ein und verschiebt den Blick auf Praktikabilität, Effizienz und Versorgungssicherheit. Die Frage nach Leid, Ausbeutung oder Tötung tritt in den Hintergrund.</p>



<p>Die diskursstrategische Absicht ist klar: Indem die Tiere sprachlich zu „Nutztieren“ werden, lassen sich industrielle Haltungsformen und Massentierhaltung leichter legitimieren. Wo das Tier nur als Mittel zum Zweck erscheint, werden moralische Fragen entlastet und gesellschaftliche Akzeptanz erzeugt. Profitiert haben davon Agrarindustrie und Konsument:innen, die billige Produkte erwarten, während die Benachteiligten auf der Hand liegen: die Tiere selbst, deren Subjektstatus unsichtbar gemacht wird, und die Umwelt, die durch industrielle Landwirtschaft massiv belastet wird.</p>



<p>Auch kulturell ist der Begriff wirksam. „Nutzen“ ist im Deutschen positiv besetzt. Was „nützlich“ ist, gilt als wertvoll, zweckmäßig, effizient. Diese Überformung verstärkt den Effekt: Aus einem empfindsamen Lebewesen wird in der Wahrnehmung ein nützlicher Rohstofflieferant. Genau darin zeigt sich die Macht der Sprache. Der Begriff „Nutztier“ verwandelt eine Beziehung zwischen Mensch und Tier in ein Verhältnis von Produktion und Verbrauch – und erzeugt damit eine gesellschaftliche Wirklichkeit, in der industrielle Tierhaltung als selbstverständlich erscheint.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit und Ausblick</h2>



<p>Die Beispiele verdeutlichen, wie stark Sprache Bedeutungsräume rahmt und damit Wirklichkeiten erzeugt. Ob als Beschwichtigung („Klimawandel“), als Mobilisierung („Klimakrise“), als Entlastung („Flüchtlingskrise“), als Verharmlosung („Schummelsoftware“), als martialische Überhöhung („Krieg gegen den Terror“) oder als Reduktion auf reinen Zweck („Nutztiere“) – stets strukturiert Sprache, welche Aspekte sichtbar werden, welche Ursachen ausgeblendet bleiben und welche Handlungsoptionen plausibel erscheinen.</p>



<p>Dabei zeigt sich, dass Sprache nie neutral ist: Sie macht Akteure handlungsfähig, entlastet andere von Verantwortung, verschiebt Empathiegrenzen und prägt, wer profitiert und wer benachteiligt wird.</p>



<p>Damit ist klar: Sprache wirkt nicht nur informativ, sondern immer auch formativ – und genau hier liegt ihre Macht. Im zweiten Teil dieses Beitrags wird das Modell um die performative Dimension erweitert: Dort geht es um Sprache, die nicht nur beschreibt oder deutet, sondern Wirklichkeit unmittelbar in Kraft setzt.</p>



<p>Interessieren dich Themen, die hinter die Kulissen blicken? Dann empfehle ich dir die Blogbeiträge zum <a href="https://joernvongrabe.com/der_ethische_imperativ/" data-type="post" data-id="3692">ethischen Imperativ</a>, zur <a href="https://joernvongrabe.com/psi-theorie-personlichkeits-system-interaktion/" data-type="post" data-id="7869">Persönlichkeitstheorie PSI</a> und zur Wirkung und Bedeutung <a href="https://joernvongrabe.com/gegensatze-die-sinn-machen-oxymoronale-sprachstrukturen-als-ausdruck-psychischer-reife/" data-type="post" data-id="10007">oxymoronaler Strukturen in unserer Spache</a>!</p>



<p></p>
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		<item>
		<title>Gegensätze, die Sinn machen: Oxymoronale Sprachstrukturen als Ausdruck psychischer Reife</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joern]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Feb 2025 16:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einleitung: Alltagsweisheiten mit Widerspruchskraft Manchmal sagen wir Dinge wie: &#8220;Eile mit Weile“ und &#8220;Weniger ist mehr&#8221;, manch ein Schmerz ist „bittersüß“, wir verspüren „Hassliebe“, etwas ist „schrecklich schön“ oder wir befinden uns in einem „kontrollierten Chaos“. Solche Redewendungen und Worte begegnen uns in Gesprächen, auf Postkartenmotiven oder als Kalendersprüche. Auf den ersten Blick scheinen sie [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Einleitung: Alltagsweisheiten mit Widerspruchskraft</h2>



<p>Manchmal sagen wir Dinge wie: &#8220;Eile mit Weile“ und &#8220;Weniger ist mehr&#8221;, manch ein Schmerz ist „bittersüß“, wir verspüren „Hassliebe“, etwas ist „schrecklich schön“ oder wir befinden uns in einem „kontrollierten Chaos“. Solche Redewendungen und Worte begegnen uns in Gesprächen, auf Postkartenmotiven oder als Kalendersprüche. Auf den ersten Blick scheinen sie widersprüchlich oder sogar unsinnig. Doch gerade in ihrer paradoxen Struktur liegt eine besondere Form von Weisheit: Sie vereinen Gegensätze, statt sie aufzulösen.</p>



<p>Diese sprachlichen Figuren, sogenannte <strong>Oxymora</strong>, sind mehr als ein bloßes Stilmittel. Sie können als <strong>Spiegel eines reifen, dialektischen Umgangs mit der Welt</strong> verstanden werden – einer Haltung, die für Coaching, Therapie und persönliche Entwicklung von zentraler Bedeutung ist.</p>



<p>Und wegen ihrer Bedeutung möchte ich in diesem Beitrag einmal sowohl ihre literaturhistorische Rolle als auch ihr Potenzial für das Coaching aufzeigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 1: Sprachhistorische Wurzeln paradoxen Denkens</h2>



<p>Das lateinische &#8220;<em>festina lente</em>&#8221; („Beeile dich langsam“), das auf den römischen Kaiser Augustus zurückgeht, ist eines der ältesten belegten Oxymora. Seine deutsche Entsprechung &#8220;Eile mit Weile&#8221; wurde bereits im 16. Jahrhundert als Sprichwort überliefert. Auch &#8220;In der Ruhe liegt die Kraft&#8221; hat seine geistigen Wurzeln im Taoismus und in der stoischen Philosophie. &#8220;Weniger ist mehr&#8221; wurde durch den Architekten Mies van der Rohe populär, hat aber seine tiefere Entsprechung bereits in romantischen und stoischen Gedankenwelten.</p>



<p>Oxymora sind also keine moderne Erfindung, sondern Ausdruck einer langen Tradition, <strong>Widersprüche nicht als Fehler, sondern als Quelle von Tiefe und Einsicht</strong> zu verstehen.</p>



<p><strong>Sprachhistorisch sind sie tief verankert.</strong></p>



<p>Ihre Langlebigkeit verdanken diese Wendungen der Tatsache, dass sie komprimierte Lebenserfahrungen enthalten. Sie sprechen Themen an, die unabhängig von Zeit und Kultur gelten – etwa das Gleichgewicht von Tempo und Bedacht, von Verzicht und Fülle oder von Ruhe und Kraft. Gerade weil sie mehrdeutig sind, bleiben sie anschlussfähig für unterschiedliche Lebenssituationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 2: Oxymora in Mystik, Aufklärung und Klassik</h2>



<p><strong>Die Mystik</strong> (z. B. Meister Eckhart, 13.–14. Jahrhundert) betont die Unaussprechlichkeit der Wahrheit. Paradoxe Formulierungen wie &#8220;Gott ist ein Nichts, das alles ist&#8221; entziehen sich der Logik vollständig. Oxymora sind hier keine dialektischen Denkfiguren, sondern Ausdruck einer transrationalen Gotteserfahrung. Mystik umarmt das Paradox, ohne es dialektisch auflösen zu wollen – sie will nicht integrieren, sondern transzendieren.</p>



<p><strong>Die Aufklärung</strong> (ca. 1700–1780) bildet dazu einen klaren Gegenentwurf. Sie stand im Zeichen der Vernunft und Rationalität: Der Mensch als vernunftbegabtes Wesen sollte sich durch Verstand aus Unmündigkeit befreien. Das Denken und somit die Sprache waren linear, analytisch und zielte auf Klarheit. Widersprüche galten als Probleme, die es zu lösen gilt. In der Literatur finden sich entsprechend klare, argumentativ strukturierte Texte – etwa bei Gotthold Ephraim Lessing, der in <em>Nathan der Weise</em> Vernunft und Toleranz in logischen Dialogen aufeinandertreffen lässt. Kants „<em>Sapere aude</em> – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ ist geradezu ein Gegenentwurf zur Ambivalenz: ein Aufruf zur eindeutigen Entscheidung.</p>



<p><strong>Die Klassik</strong> (v. a. Goethe &amp; Schiller, ca. 1770–1830) knüpft zwar an die Aufklärung an, geht aber darüber hinaus. Sie sucht nicht nur nach Wahrheit, sondern nach <strong>Harmonie</strong>, nach einem Ausgleich der Kräfte: Verstand und Gefühl, Form und Inhalt, Wille und Schicksal. In dieser Epoche finden wir viele oxymoronale Strukturen, etwa bei Goethe: &#8220;Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust&#8221; (Faust I), oder bei Schiller: &#8220;Anmut ist eine Schönheit, die nicht gewollt wird.&#8221; Der Mensch ist hier ein Spannungswesen – erst in der Synthese von Gegensätzen (Tatkraft und Zweifel, Geist und Sinnlichkeit) entsteht Humanität.</p>



<p><strong>Fazit:</strong> Die Mystik überschreitet den Widerspruch, die Aufklärung analysiert ihn, die Klassik integriert ihn.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 3: Psychologische Deutung – die vier Makrosysteme der PSI-Theorie</h2>



<p>Die PSI-Theorie nach Julius Kuhl unterscheidet vier psychische Makrosysteme:</p>



<ol start="1" class="wp-block-list">
<li>Objekterkennungssystem – verantwortlich dafür, Unstimmigkeiten zu entdecken, assoziiert mit negativen Affekten wie Furcht und Vorsicht.</li>



<li>Intentionsgedächtnis – verantwortlich für die lineare, rationale Betrachtung und das Planen von Handlungen.</li>



<li>Intuitive Verhaltenssteuerung – verantwortlich fürs Handeln und Machen, assoziiert mit positivem Affekt</li>



<li>Extensionsgedächtnis – verantwortlich für ganzheitliche Erfahrung und ganzheitliches, vernetztes und nicht-lineares Wissen. Umfangreiches Netzwerk biografischen Wissens, emotionaler Erfahrungen und Wertorientierungen.</li>
</ol>



<p>Wenn Menschen sich in inneren Widersprüchen verheddern („Ich will etwas, darf es aber nicht“, „Ich fühle beides gleichzeitig, kann mich aber nicht entscheiden“), befinden sie sich oft in einer <strong>Schleife zwischen Intentionsgedächtnis und Objekterkennungssystem</strong>. Sie wollen etwas richtig machen, erkennen aber gleichzeitig alle möglichen Fehler, Risiken und Dilemmata. Das führt zu Anspannung, Kontrollverhalten und innerer Blockade. <strong>Entschlossenes Handeln wird so unmöglich</strong>.</p>



<p>Andere Menschen wiederum <strong>fliehen aus der Ambivalenz direkt ins Handeln</strong>. Ihre <strong>intuitive Verhaltenssteuerung ist überaktiviert</strong>. Statt innezuhalten oder abzuwägen, greifen sie zu spontanen Lösungen, die oft zu impulsiven oder wenig reflektierten Handlungen führen. Typische Anzeichen für diese „Flucht nach vorn“ sind zum Beispiel vorschnelles Zusagen zu Projekten, übereilte Entscheidungen in Beziehungskonflikten oder hektisches Aktivwerden, um ein unangenehmes Gefühl nicht aushalten zu müssen. Das Handeln wirkt nach außen tatkräftig, ist aber oft eine Vermeidungsstrategie gegenüber innerer Spannung.</p>



<p>In beiden Beispielen ist das <strong>Extensionsgedächtnis</strong> nicht aktiviert, es fehlt damit der Zugang zur inneren Weite. Denn das <strong>Extensionsgedächtnis ist das System, das Gegensätzliches halten kann</strong>, ohne vorschnell zu handeln oder sich innerlich zu blockieren. Es ermöglicht Selbstberuhigung, Integration und eine ganzheitliche Sicht auf das Erleben.</p>



<p>Oxymora – als sprachliche Form – aktivieren genau diesen Modus: Sie fördern die <strong>Ambiguitätstoleranz</strong>, indem sie nicht zur Entscheidung zwingen, sondern zur Akzeptanz des Sowohl-als-auch einladen. Sie ermöglichen <strong>ganzheitliches Erleben</strong>, indem sie Gefühl und Verstand, Licht und Schatten und Handlung und Sein verknüpfen. Sie sprechen die <strong>Intuition</strong> an, die nicht rational auflösbar ist und erzeugen <strong>Tiefe</strong> – besonders in der klassischen Literatur –, indem sie Resonanz mit existenziellen Themen – Tod, Liebe, Verlust, Sinn – schaffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 4: Oxymora in Coaching und Therapie nutzen</h2>



<p>Oxymora können in Beratung und Begleitung als Intervention eingesetzt werden. Hier einige Beispiele:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sprichwörter zur Reflexion:</strong> Was heißt „Eile mit Weile&#8221; für dich konkret?</li>



<li><strong>Biografische Impulse:</strong> Welche Erfahrungen waren „bittersüß&#8221;?</li>



<li><strong>Kreatives Schreiben:</strong> Texte mit Titeln wie „Der süße Schmerz&#8221; oder „Das beredte Schweigen&#8221;</li>



<li><strong>Symbolarbeit:</strong> Zwei Karten mit Gegensätzen auswählen und integrieren</li>
</ul>



<p>Der Clou: Diese Interventionen <strong>entlasten</strong> vom &#8220;Lösungsdruck&#8221;. Sie helfen Menschen, in Ambivalenz nicht stecken zu bleiben, sondern sich darin zu <strong>erleben</strong>. Gerade bei Menschen, die zwischen &#8220;Ich sollte&#8221; (Intentionsgedächtnis) und &#8220;Ich darf nicht&#8221; (Objekterkennung) hin- und hergerissen sind – oder bei denen das Handeln der Reflexion vorausgeeilt ist –, können Oxymora einen Ausstieg ins Weite ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schluss: Sprache als Zugang zur inneren Integration</h2>



<p>Oxymora sind kleine Zumutungen an unser lineares Denken. Doch genau darin liegt ihre Kraft. Sie helfen uns, das <strong>Leben nicht trotz, sondern durch seine Widersprüche zu begreifen</strong>. In einer Welt, die auf schnelle Antworten drängt, laden sie uns ein, die <strong>Komplexität zu halten, statt sie zu fliehen</strong>.</p>



<p>Und vielleicht ist genau das der Anfang von psychischer Reife: Wenn wir aufhören, die Dinge zu spalten, und anfangen, sie <strong>zusammenzudenken.</strong></p>



<p></p>
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		<item>
		<title>Angst verstehen und bewältigen – raus aus der ständigen Alarmbereitschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joern]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2024 13:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn der Körper Alarm schlägt Du bist unterwegs, vielleicht in der U-Bahn, im Supermarkt oder einfach nur auf dem Sofa – plötzlich rast dein Herz, dir wird schwindlig, dir ist übel, du bekommst schwer Luft. Alles in dir schreit: Gefahr! Du denkst: „Was stimmt nicht mit mir?“, „Ich verliere gleich die Kontrolle“, „Ich sterbe vielleicht.“Doch [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Wenn der Körper Alarm schlägt</h3>



<p>Du bist unterwegs, vielleicht in der U-Bahn, im Supermarkt oder einfach nur auf dem Sofa – plötzlich rast dein Herz, dir wird schwindlig, dir ist übel, du bekommst schwer Luft. Alles in dir schreit: <em>Gefahr!</em></p>



<p>Du denkst: <em>„Was stimmt nicht mit mir?“</em>, <em>„Ich verliere gleich die Kontrolle“</em>, <em>„Ich sterbe vielleicht.“</em><br>Doch Minuten später ist alles wieder vorbei. Nur die Angst davor, dass es wieder passiert, bleibt. Und sie beginnt, deinen Alltag zu bestimmen. Die Angst vor der Angst.</p>



<p>Vielleicht ziehst du dich zurück. Vielleicht beginnst du, bestimmte Orte zu vermeiden. Vielleicht quälst du dich mit der Frage, ob du „verrückt“ wirst.</p>



<p>Und vielleicht hast du noch mit niemandem darüber gesprochen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist das, was da passiert?</h3>



<p>Angst ist zunächst einmal eine normale Reaktion. Sie schützt uns. Sie hilft uns, in gefährlichen Situationen schnell zu handeln.</p>



<p>Problematisch wird es, wenn der Alarm losgeht, obwohl keine <em>reale</em> Gefahr besteht – oder wenn die Angst nicht mehr gehen will. Dann sprechen wir von phobischen Störungen oder Angststörungen.</p>



<p>Typische Formen phobischer Störungen sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Soziale Ängste:</strong> Angst vor Bewertung, Ablehnung oder Blamage</li>



<li><strong>Spezifische Phobien:</strong> z. B. vor Spinnen, Fliegen, engen Räumen</li>



<li><strong>Agoraphobie:</strong> Angst vor bestimmten Orten oder Situationen, in denen das Gefühl vorherrscht, nicht flüchten zu können</li>
</ul>



<p>Andere Angststörungen können in der Form auftreten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Panikattacken:</strong> plötzlich, heftig, scheinbar aus dem Nichts, häufig gekoppelt an die Agoraphobie</li>



<li><strong>Generalisierte Angst:</strong> ständige Sorgen, dauerhafte innere Unruhe</li>
</ul>



<p>Angst kann sich also offenbar sehr unterschiedlich zeigen – und sie ist weit verbreitet. Sie tritt im Übrigen auch häufig gemeinsam mit Depressionen auf. (Falls du zu diesem Thema mehr erfahren möchtest, dann schau dir gerne meinen Artikel zu <a href="https://joernvongrabe.com/depression-verstehen-und-uberwinden-hilfe-in-schwierigen-zeiten/" data-type="post" data-id="9992">Depressionen</a> an.)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Angststörungen sind behandelbar!</h3>



<p>Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Beschwerden – und sie sind gut behandelbar.<br>Je früher du dir Unterstützung holst, desto besser.</p>



<p>Du kannst lernen zu verstehen, was in deinem Körper passiert. Du kannst Techniken erlernen, um dich zu stabilisieren. Und du kannst herausfinden, welche unbewussten Ursachen oder Muster hinter deiner Angst stecken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hilft konkret?</h3>



<p>Bei akuten Panikattacken helfen Atemtechniken und Körperübungen, um sich von der Angst nicht fortspülen zu lassen.</p>



<p>In der psychotherapeutischen Arbeit haben sich folgende Ansätze bewährt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Verhaltenstherapie</strong>, insbesondere Expositionsverfahren</li>



<li><strong>Achtsamkeit und Selbstregulation</strong></li>



<li><strong>Arbeit mit inneren Anteilen (</strong>sie z.B. <a href="https://joernvongrabe.com/anteilemodell_und_selbstfuehrung/" data-type="post" data-id="6243">Internal Family System</a><strong>)</strong></li>



<li><strong>Stärkung der Selbstwirksamkeit und Selbstfürsorge</strong></li>
</ul>



<p>In manchen Fällen kann auch eine medikamentöse Unterstützung sinnvoll sein – in enger Abstimmung mit ärztlicher Begleitung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ich dir als Heilpraktiker für Psychotherapie in München anbiete</h3>



<p>In meiner Praxis findest du einen geschützten Raum, in dem Angst ausgesprochen werden darf.<br>Wir schauen gemeinsam auf deine Geschichte – ohne Bewertung, aber mit viel Klarheit.<br>Wir arbeiten an den Ursachen deiner Angst und stärken deine Fähigkeit, dich selbst wieder zu regulieren.<br>Dabei nutze ich Methoden aus der Verhaltenstherapie, der hypnosystemischen Arbeit und der Anteile-Arbeit.</p>



<p>Du musst mit deiner Angst nicht allein bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nimm deine Angst ernst – und dich selbst auch.</h3>



<p>Wenn du das Gefühl hast, dass Angst dich im Alltag einschränkt, dann nimm das als Signal: Du darfst dir Unterstützung holen!</p>



<p>Ich begleite dich gerne – am besten in meiner Praxis in München.</p>



<p><strong>Nimm gerne <a href="https://joernvongrabe.com/#kontakt">Kontakt</a> auf, wenn du dich angesprochen fühlst.</strong></p>
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		<title>Depression verstehen und überwinden – Hilfe in schwierigen Zeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joern]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2024 13:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn alles zu viel wird – und Du nicht mehr weißt, warum Vielleicht kennst Du das: Du wachst morgens auf und hast schon beim Gedanken an den Tag das Gefühl, dass alles schwer ist. Die Dinge, die Dir sonst leichtgefallen sind – zur Arbeit gehen, Freundschaften pflegen, kleine Erledigungen machen – fühlen sich plötzlich an [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Wenn alles zu viel wird – und Du nicht mehr weißt, warum</h2>



<p>Vielleicht kennst Du das: Du wachst morgens auf und hast schon beim Gedanken an den Tag das Gefühl, dass alles schwer ist. Die Dinge, die Dir sonst leichtgefallen sind – zur Arbeit gehen, Freundschaften pflegen, kleine Erledigungen machen – fühlen sich plötzlich an wie unüberwindbare Hürden. Du funktionierst irgendwie noch, aber Freude empfindest Du kaum noch. Stattdessen Müdigkeit, Gereiztheit, Rückzug. Und dieses dumpfe Gefühl, dass das alles vielleicht nie wieder besser wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist das eigentlich – eine Depression?</h2>



<p>Depression ist keine Schwäche. Und sie ist auch nicht einfach nur „schlechte Laune“. Sie ist eine ernsthafte seelische Erkrankung, die viele Gesichter haben kann. Typische Symptome sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Antriebslosigkeit und Erschöpfung</li>



<li>Grübeln, Selbstzweifel, Schuldgefühle</li>



<li>Interessenverlust, Rückzug aus dem sozialen Leben</li>



<li>Schlafstörungen, Appetitveränderungen</li>



<li>Gefühle von Leere, Hoffnungslosigkeit, innerer Unruhe</li>
</ul>



<p>Depressionen können leicht, mittel oder schwer verlaufen und können sich über einen Zeitraum von zwei Wochen und bis durchaus 12 Monate erstrecken. Manchmal kommen sie schleichend, manchmal plötzlich. Manche erleben sie einmalig, andere wiederkehrend in Phasen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Depression ist heilbar</h2>



<p>Auch wenn sich das in der akuten Phase oft nicht so anfühlt: Depressionen lassen sich behandeln – und sehr viele Menschen finden zurück ins Leben. Dabei gibt es keinen „Königsweg“, aber es gibt bewährte Möglichkeiten. Und es gibt Hoffnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was hilft wirklich?</h2>



<p>Es gibt gute und fundierte therapeutische Wege, die helfen können – je nach Ausprägung:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Psychotherapie</strong>, z. B. mit verhaltenstherapeutischen oder tiefenpsychologischen Ansätzen. Studien zeigen eindeutig, dass Therapie das unbestritten das wirksamste Mittel ist!</li>



<li><strong>Medikamentöse Behandlung</strong>, in schweren Fällen ergänzend. Auch diese Wirkung ist belegt &#8211; aber mittel- bis langfristig sind sie keine Lösung, weil das zugrunde liegende Problem damit nicht gelöst wird.</li>



<li><strong>Bewegung, Schlafhygiene und soziale Kontakte</strong> – oft unterschätzt, aber sehr wirksam!</li>



<li><strong>Begleitendes Coaching oder psychologische Beratung</strong>, wenn keine akute Diagnose vorliegt, aber Du spürst: „So geht es nicht weiter.“</li>
</ul>



<p>Wichtig ist: Du musst das nicht alleine schaffen. Der erste Schritt ist oft der schwerste – aber auch der wichtigste.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Psychotherapie in München – mein Angebot für Dich</h2>



<p>In meiner Praxis biete ich Dir einen geschützten Raum, um ehrlich hinzuschauen – ohne Bewertung, ohne  Urteil. Wir gehen gemeinsam auf Spurensuche, sortieren Gedanken, stärken Ressourcen und finden heraus, was Du gerade brauchst. Und das in Deinem Tempo.</p>



<p>Wenn Du merkst, dass Dich dieser Text also anspricht – vielleicht mehr, als Dir lieb ist – dann könnte es gut sein, mal zu sprechen. Wenn Du dich jetzt gerade noch nicht traust, dann lies Dir vielleicht noch den ein oder anderen Blogartikel durch. Um Dich selbst besser zu verstehen könnte dir der Beitrag über <a href="https://joernvongrabe.com/anteilemodell_und_selbstfuehrung/" data-type="post" data-id="6243">Anteile</a> helfen!</p>



<p><strong>Ansonsten: Lass uns gemeinsam hinschauen.</strong> Hier findest du mehr über meine Arbeitsweise als Heilpraktiker für <a href="https://joernvongrabe.com/psychotherapie/" data-type="page" data-id="9291">Psychotherapie</a> in München. Nimm gerne auch einfach <strong><a href="https://joernvongrabe.com/#kontakt">Kontakt</a></strong> auf!</p>



<p></p>
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		<title>Welche Rolle spielen Motive im professionellen Mannschaftssport?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joern]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2023 17:19:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Menschen in eine Gruppe kommen, dann sehen sie u.U. etwas sehr Unterschiedliches – selbst wenn es genau die gleiche Gruppe ist, mit den gleichen Menschen, in der ansonsten gleichen Situation. Das liegt daran, dass Menschen unterschiedliche Motive haben und in ihrer Umwelt nach Gelegenheiten suchen, diese Motive zu befriedigen (hier ist im Übrigen noch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenn Menschen in eine Gruppe kommen, dann sehen sie u.U. etwas sehr Unterschiedliches – selbst wenn es genau die gleiche Gruppe ist, mit den gleichen Menschen, in der ansonsten gleichen Situation. Das liegt daran, dass Menschen unterschiedliche Motive haben und in ihrer Umwelt nach Gelegenheiten suchen, diese Motive zu befriedigen (hier ist im Übrigen noch ein weiterer Blogbeitrag über Gruppen, der sich mit dem <a href="https://joernvongrabe.com/gruppenautismus/" target="_blank" rel="noopener" title="Der Autismus von Gruppen. Oder: Sind Gruppen wirklich die besseren Entscheider?">Autismus von Gruppen</a> befasst).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind Motive &#8211; und warum sind sie im Teamsport so entscheidend?</h2>



<p>Aber was sind eigentlich Motive? Man muss dabei zunächst einmal aufpassen, den Begriff vom Alltagsbegriff Motivation zu unterscheiden. Bei Motiven handelt es sich nämlich um sogenannte Dispositionen, die uns nach bestimmten wertgeladenen Zuständen streben lassen.</p>



<p>Aha.</p>



<p>Der Begriff ist aber eigentlich relativ schnell und einfach erklärt. Grob gesagt, handelt es sich um eine dauerhaft in uns angelegte Bereitschaft, auf eine bestimmte, uns eigene Art auf bestimmte Umweltbedingungen zu reagieren. Und indem wir dies tun, versuchen wir wertgeladene Zustände zu erreichen, d.h. Zustände, die wir als positiv wahrnehmen. Und dieses tun wir mit Energie, hoher Bereitschaft und gleichzeitig mit einer gewissen Leichtigkeit.</p>



<p>Die Gruppe, von der ich oben sprach, stellt dabei die Umweltbedingung dar. Und wir können uns gleich einmal vorstellen, dass es nicht nur irgendeine Gruppe ist, sondern ein professionelles Sportteam auf dem Weg, dieses Jahr die Meisterschaft zu erreichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vier zentrale Motive im Sport: Leistung, Anschluss, Macht, Freiheit</h2>



<p>Was sehen die Menschen, die zu diesem Team stoßen also in diesem Team? Das genau hängt von ihren Motiven ab. Im Wesentlichen unterscheiden wir in der Psychologie zwischen wenigstens vier Motiven:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Leistungsmotiv</li>



<li>Anschlussmotiv</li>



<li>Machtmotiv</li>



<li>Freiheitsmotiv</li>
</ul>



<p>Wenn wir jemandem ein hohes Leistungsmotiv attestieren, dann handelt es sich um eine Person, für die der Aspekt der Leistung einen hohen Stellenwert im Leben hat. Dieser hohe Stellenwert bewirkt, dass diese Person ihre Umwelt nach Gelegenheiten scannt, die es erlauben, Leistung zu erbringen. Also nach Gelegenheiten, das Leistungsmotiv zu befriedigen. In einem professionellen Sportteam ist das fabelhaft möglich: hier kann man in Konkurrenz treten, sich messen, Ziele erreichen, Wettkämpfe bestreiten, usw.</p>



<p>Die Vermutung ist berechtigt, dass Mitglieder professioneller Sportmannschaften ein hohes Leistungsmotiv haben und sich dieses im Team wunderbar entfalten kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie Motive Teamleistung beeinflussen</h2>



<p>Aber die Realität ist komplexer. Und diese Komplexität muss berücksichtigt werden, wenn ein Team Höchstleistung erbringen soll.</p>



<p>Denn hoch leistungsmotiviert zu sein, schließt überhaupt nicht aus, auch noch andere Motive in sich zu tragen. Jemand mit einem hohen Anschlussmotiv kommt also in eine Gruppe und sieht darin die Gelegenheit, in Kontakt zu treten, Beziehungen zu leben, Bindungen einzugehen, usw. (im Übrigen zählt Bindung und Anschluss zu den <a href="https://joernvongrabe.com/die_psychologischen_grundbedurfnisse/" target="_blank" rel="noopener" title="Die psychologischen Grundbedürfnisse. Oder: Was brauche ich eigentlich wirklich? Teil&nbsp;1">psychologischen Grundbedürfnissen</a> jedes Menschen). Jemand mit einem hohen Machtmotiv sieht hingegen in dieser Gruppe die Gelegenheit, andere zu unterstützen, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten, in Führung zu gehen, andere zu begeistern, usw. Freiheitsmotivierte Menschen sehen dabei wiederum Möglichkeiten, neue Erfahrungen zu machen, Anerkennung zu bekommen, sich selbst zu verwirklichen, etc.</p>



<p>Bis hierhin sollte klar geworden sein, dass die Umsetzung jedes dieser Motive extrem vorteilhaft für die Performance einer professionellen Sportmannschaft ist. Nicht nur ist es für die konkrete Tätigkeit eines professionellen Sportteams wichtig, dass z.B. Beziehung eingegangen werden, sich wechselseitig unterstützt wird oder sich wechselseitig Anerkennung gegeben wird. Darüber hinaus sind Spieler:innen gegenüber einem Team umso loyaler, je mehr dieses Team Gelegenheit bietet, Motive zu leben. Wir suchen einfach gerne und mit Energie Situationen auf, die für uns „Motivbefriedigungsgelegenheiten“ darstellen.</p>



<p>Eine einseitige Fixierung auf die unmittelbare Leistungsbereitschaft – die wir ohnehin voraussetzen können – lässt also offenbar sehr viel Potenzial brachliegen. Teams können mehr erreichen, wenn die anderen Motive ebenso berücksichtigt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Motivmessung &amp; Coaching im Leistungssport</h2>



<p>Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass einerseits die Motive der Spieler:innen bekannt sind und andererseits die Befriedigung dieser Motive nicht dem Zufall überlassen wird. Stattdessen müssen bewusst Trainings-Strukturen geschaffen werden, die die Motive der Spieler:innen konkret adressieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">PSI-Diagnostik als Methode</h3>



<p>Die Motive zu messen und Anregungen für eine entsprechende Veränderung der Trainingsstruktur zu geben, ist dabei die Aufgabe eines Mentalcoaches. Ich selbst verwende dafür die <a href="https://joernvongrabe.com/psi-theorie-personlichkeits-system-interaktion/" target="_blank" rel="noopener" title="PSI-Theorie: Persönlichkeits-System-Interaktion">PSI-Diagnostik</a>, die die Basis dafür darstellt, ein sehr viel tieferes Verständnis der Spieler:innen zu erlangen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Wer Motive kennt, steigert die Teamleistung</h2>



<p>All dies lässt sich im Rahmen einer <a title="Teamentwicklung" href="https://joernvongrabe.com/teamentwicklung/" target="_blank" rel="noopener">Teamentwicklung</a>, in der Aspekte der <a title="Persönlichkeitsentwicklung" href="https://joernvongrabe.com/persoenlichkeitsentwicklung/" target="_blank" rel="noopener">Persönlichkeitsentwicklung</a> integriert werden, klären. Weitere Informationen zu meiner Arbeit mit Menschen finden Sie auch auf der Seite <a href="https://joernvongrabe.com/psychotherapie/" data-type="page" data-id="9291">Psychotherapie in München</a>. Wenden Sie sich gerne an mich, wenn Sie dazu <a href="https://joernvongrabe.com#kontakt">Fragen </a>haben!</p>



<p></p>
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		<title>Belastung und Beanspruchung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joern]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 12:16:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist Belastung? Fachsprachlich beschreibt „Belastung“ einen objektiven Zustand äußerer Verhältnisse, der auf eine Person einwirkt. Im Gegensatz zur alltagssprachlichen Nutzung, ist „Belastung“ also nicht zwangsläufig negativ besetzt, sondern stellt einen neutralen Begriff dar. Was ist Beanspruchung? Der psychologische Begriff der „Beanspruchung“ beschreibt hingegen die innere Reaktion auf die äußere Belastung. Je nach Persönlichkeit und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Was ist Belastung?</h2>



<p class="has-text-align-left">Fachsprachlich beschreibt „Belastung“ einen objektiven Zustand äußerer Verhältnisse, der auf eine Person einwirkt. Im Gegensatz zur alltagssprachlichen Nutzung, ist „Belastung“ also nicht zwangsläufig negativ besetzt, sondern stellt einen neutralen Begriff dar. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Beanspruchung?</h2>



<p class="has-text-align-left">Der psychologische Begriff der „Beanspruchung“ beschreibt hingegen die innere Reaktion auf die äußere Belastung. Je nach Persönlichkeit und Bewältigungsstrategien empfinden wir Belastung unterschiedlich – sie kann überfordern, unterfordern oder genau richtig sein (im Übrigen etwas, was mit dem <a title="PSI-Theorie: Persönlichkeits-System-Interaktion" href="https://joernvongrabe.com/psi-theorie-personlichkeits-system-interaktion/" target="_blank" rel="noopener">PSI-Test</a> gleich mitgetestet wird). </p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ist Beanspruchung wichtig für unsere Entwicklung?</h2>



<p class="has-text-align-left">Sind Beanspruchungen angemessen herausfordernd, fördern sie unser Wachstum und sind motivierend. Sind sie hingegen unangemessen herausfordernd, also zu gering oder zu hoch, dann können sie Unter- oder Überforderung auslösen und in der Folge zu Ängstlichkeit, Traurigkeit, Lethargie, Monotonie, Erschöpfung, etc. führen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Beanspruchung ist individuell!</h2>



<p class="has-text-align-left">Wichtig ist mir dabei die Feststellung, dass ein und dieselbe Belastung bei verschiedenen Individuen zu sehr unterschiedlichen Beanspruchungsempfindungen führen kann. Psychische Beanspruchungen finden also in der inneren Welt statt und niemand sollte sich anmaßen, die Beanspruchung eines anderen zu beurteilen. Aus meiner Sicht gibt es nichts schlimmeres, als zu sagen „Stell dich nicht so an!“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Coaching zur Selbstentwicklung</h2>



<p>Sie fühlen sich aktuell oder in letzter Zeit immer wieder oder sogar permanent zu stark durch ihre Lebensumstände beansprucht? Dann probieren Sie ein Coaching mit dem Fokus auf <a title="Persönlichkeitsentwicklung" href="https://joernvongrabe.com/persoenlichkeitsentwicklung/" target="_blank" rel="noopener">Persönlichkeitsentwicklung</a> aus!</p>



<p><a href="https://joernvongrabe.com#kontakt">Melden</a> Sie sich gerne bei mir!</p>
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		<item>
		<title>PSI-Theorie: Persönlichkeits-System-Interaktion</title>
		<link>https://joernvongrabe.com/psi-theorie-personlichkeits-system-interaktion/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 16:11:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Persönlichkeit im Coaching besser verstehen In diesem Beitrag geht es um Persönlichkeit und den Ansatz, den die PSI-Theorie zur Verfügung stellt, um Persönlichkeitsfacetten von Klient:innen im ersten Schritt zunächst einmal besser verstehen zu können und diese dann – in einem zweiten Schritt – in eine Richtung zu entwickeln, die ein mit dem Selbst kongruenteres Leben [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Persönlichkeit im Coaching besser verstehen</h2>



<p>In diesem Beitrag geht es um Persönlichkeit und den Ansatz, den die PSI-Theorie zur Verfügung stellt, um Persönlichkeitsfacetten von Klient:innen im ersten Schritt zunächst einmal besser verstehen zu können und diese dann – in einem zweiten Schritt – in eine Richtung zu entwickeln, die ein mit dem Selbst kongruenteres Leben ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Begriff der Persönlichkeit &#8211; vielschichtig, aber hilfreich</h2>



<p>Aus meiner Sicht lässt sich die Bedeutung von „Persönlichkeit“ für den Coachingprozess nicht überschätzen. Gemessen an seiner Bedeutung finde ich den Begriff der Persönlichkeit allerdings schon fast schillernd. Gehören Alltagsbegriffe wie Charakter, Identität, Intelligenz, Talent, etc. zur Persönlichkeit dazu? Oder sind es getrennte, vielleicht auch überlappende Konstrukte? </p>



<p>Allerdings möchte ich in diesem Beitrag auf die wissenschaftlichen Grundlagen und konzeptionellen Feinheiten des Begriffs der Persönlichkeit gar nicht mehr eingehen als nötig, um die PSI-Theorie grob überblicken zu können. Mir geht es vielmehr um den konkreten Nutzen des Begriffs für den Coachingprozess, also um die möglichen Erkenntnisse, die Klient:innen erlangen können, wenn der Coachingprozess durch diese „Brille“ betrachtet wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die PSI-Theorie von Julius Kuhl so wertvoll ist</h2>



<p>Ich halte die Persönlichkeitstheorie von Julius Kuhl für einen besonders wirksamen Ansatz. Das liegt einerseits daran, dass Kuhl den erfolgreichen Versuch unternommen hat, eine Metatheorie der Persönlichkeit zu entwickeln, die verschiedene persönlichkeitstheoretische und neurowissenschaftliche Ansätze vereint und ordnet und damit ein hohes Maß an Komplexität und Vielseitigkeit erreicht. </p>



<p>Noch wichtiger ist jedoch, dass die PSI-Theorie nicht nur klassifiziert, sondern <strong>Entwicklung ermöglicht</strong>: Sie weist auf die Potenziale hin, die jeder Mensch in sich trägt, um sein Leben stimmiger zu gestalten – anstatt Menschen durch Typologien festzulegen, wie es z. B. DISG oder die BIG Five tun.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei zentrale Element der PSI-Diagnostik</h2>



<h3 class="wp-block-heading">1. Erstreaktionen &#8211; automatische Persönlichkeitsstile</h3>



<p>Die PSI-Theorie beschreibt sogenannte <strong>Erstreaktionen</strong> – also reflexhafte Muster im Umgang mit der Umwelt. Dabei kann es z. B. um Themen wie Selbstkritik oder besondere Sorgfalt gehen. Diese Muster lassen sich anhand von Referenzwerten (Alter, Geschlecht) einordnen und können wertvolle Einstiege ins Coaching liefern.</p>



<p>PSI testet außerdem Erstreaktionen <strong>unter Stress</strong>: Wenn z. B. jemand unter Stress nachlässiger und gleichzeitig selbstkritischer wird, kann sich das Problem potenzieren – ein typischer Coachingansatzpunkt.</p>



<p>Im Übrigen kann die Analyse der Persönlichkeitsstile spielend in eine Betrachtung aus der Perspektive von <a href="https://joernvongrabe.com/anteilemodell_und_selbstfuehrung/" target="_blank" rel="noopener" title="Wer bin ich eigentlich? Oder: Von Anteilen und Kindern!">Anteilemodellen</a> überführt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Motive &#8211; bewusste und unbewusste Antreiber</h3>



<p>Ein zentrales Element der PSI-Diagnostik sind die <strong>Motive</strong>, die Julius Kuhl als <em>intelligente Bedürfnisse</em> bezeichnet. Psychologisch betrachtet handelt es sich bei Motiven um sogenannte Dispositionen – also mehr oder weniger dauerhafte, individuelle Anlagen – durch bestimmte Handlungen und in bestimmten Kontexten Befriedigung zu erfahren (siehe auch <a href="https://joernvongrabe.com/welche-rolle-spielen-motive-im-professionellen-mannschaftssport/" data-type="post" data-id="7906">Motive im Mannschaftssport</a>). </p>



<p>Zu den getesteten Motiven gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Anschlussmotiv</strong> (Nähe, Sicherheit, Geborgenheit)</li>



<li><strong>Leistungsmotiv</strong> (Wettbewerb, Herausforderung, Erfolg)</li>



<li><strong>Machtmotiv</strong> (Einfluss, Führung, Beratung)</li>



<li><strong>Freiheitsmotiv</strong> (Selbstverwirklichung, Abgrenzung, Status)</li>
</ul>



<p>Motive bestimmen, wie wir Kontexte deuten, da Kontexte immer eine Gelegenheit darstellen können, unsere Motive zu befriedigen. Kommt also eine anschlussmotivierte Person in eine Gruppe, dann sieht sie darin tendenziell die Gelegenheit, Nähe und Geborgenheit oder auch gemeinsamen Spaß zu erleben. Kommt stattdessen eine leistungsmotivierte Person in diese Gruppe, sieht sie möglicherweise primär die Gelegenheit, in den Wettbewerb zu treten. Machtmotivierte Personen neigen hingegen dazu, in dieser Konstellation die Möglichkeit zu erkennen, Einfluss auszuüben, zu beeindrucken oder zu unterstützen und zu beraten.</p>



<p>Neben den <strong>bewussten Motiven</strong> – also denjenigen, die wir benennen können und die wir in unserer Entwicklung gelernt haben, wertzuschätzen und zu verfolgen, misst PSI auch die <strong>unbewussten Motive</strong>, also die unbewusst-verborgenen Antreiber unseres Handelns, z. B. mithilfe projektiver Verfahren (ähnlich dem klassischen Apperzeptionstests). Wenn sich bewusste und unbewusste Motive widersprechen, spricht man von <strong>Motivdiskrepanzen</strong>, deren Aufrechterhaltung viel Energie kostet und die daher Coaching-relevant sein können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Zweitreaktionen &#8211; Schlüssel zur Selbststeuerung</h3>



<p>Das Herzstück der PSI-Theorie sind die sogenannten <strong>Zweitreaktionen</strong>. Sie beschreiben unsere Fähigkeit, <strong>automatischen Impulsen bewusst etwas entgegenzusetzen</strong>. Tendiert also z.B. eine Person in der Erstreaktion dazu, auf den Anspruch, eine öffentliche Rede zu halten, selbstunsicher und ängstlich zu reagieren, kann sie dem durch eine geübte Zweireaktion begegnen. </p>



<p>Zu den Zweitreaktionen zählen insbesondere:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Selbstzugang</li>



<li>Selbstbestimmung</li>



<li>Selbstberuhigung</li>



<li>Selbstmotivierung</li>
</ul>



<p>Diese Fähigkeit zur Selbststeuerung ist zentral für nachhaltige Veränderung. Im Coaching hilft die Diagnostik dabei, gezielt an diesen Fähigkeiten zu arbeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anwendung in Coaching, Unternehmen und im Leistungssport</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Praxisnutzen in Coaching, Assessment &amp; Teamarbeit</h3>



<p>Die PSI-Theorie eignet sich hervorragend für alle, die ein fundiertes Verständnis von Persönlichkeit und Entwicklung jenseits von kurzsichtiger Typisierung suchen – nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch im Unternehmens- und Sportkontext:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>im <strong>1:1-Coaching</strong>, um hinderliche Muster zu erkennen und zu verändern</li>



<li>im <strong>Teamcoaching</strong>, um Motive &amp; Kommunikationsstile und Konfliktursachen zu verstehen</li>



<li>in <strong>Leistungssport-Teams</strong>, um die maximal mögliche Teamleistung zu erreichen</li>



<li>im <strong>Assessment</strong>, z. B. bei Bewerbungsverfahren oder Teamzusammenstellungen</li>
</ul>



<p>Die Einsatzmöglichkeiten der PSI-Theorie sind also offensichtlich vielfältig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wissenschaftlich fundiert statt populärtypologisch</h3>



<p>Die <a title="PSI-Theorie" href="https://www.psi-theorie.com/" target="_blank" rel="noopener">PSI-Theorie</a> wurde über Jahrzehnte von Julius Kuhl an der Universität Osnabrück entwickelt und ist <strong>wissenschaftlich validiert</strong>! Das unterscheidet sie klar von Tests wie <a title="DISG" href="https://de.wikipedia.org/wiki/DISG" target="_blank" rel="noopener">DISG</a> oder z.B. den sogenannten <a title="Myers-Briggs-Typenindikator" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Myers-Briggs-Typenindikator" target="_blank" rel="noopener">Myers-Briggs-Typenindikator</a>, die vor allem durch gute Vermarktung bekannt geworden sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Tiefgreifende Persönlichkeitsarbeit mit Perspektive</h2>



<p>Die PSI-Theorie bietet eine <strong>komplexe, aber praktisch nutzbare Sichtweise auf Persönlichkeit</strong>. Sie hilft, Menschen in ihrer Tiefe zu verstehen – nicht um sie zu kategorisieren, sondern um Entwicklung zu ermöglichen.</p>



<p><strong>Gerne beantworte ich alle Fragen dazu – ob für Einzelpersonen oder Unternehmen.</strong></p>



<p><a href="https://joernvongrabe.com#kontakt">Melden</a> Sie sich gerne bei mir!</p>
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		<item>
		<title>Wer bin ich eigentlich? Oder: Von Anteilen und Kindern!</title>
		<link>https://joernvongrabe.com/anteilemodell_und_selbstfuehrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joern]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2023 17:17:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Frage nach dem Selbst Viele Klient:innen stellen im Coaching die Frage: &#8220;Wer bin ich eigentlich?“ &#8220;Was will ich wirklich?&#8221; &#8220;Wie möchte ich leben?&#8220; Die Frage zielt letztlich auf die Fähigkeit ab, zwischen dem differenzieren zu können, was tatsächlich in meiner Natur, in meinen Talenten und in meinem Herzen liegt und jenem, was mir durch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Die Frage nach dem Selbst</h2>



<p class="has-text-align-left">Viele Klient:innen stellen im Coaching die Frage: </p>



<p class="has-text-align-center">&#8220;<strong>Wer bin ich eigentlich?“</strong> &#8220;<strong>Was will ich wirklich?</strong>&#8221; &#8220;<strong>Wie möchte ich leben?</strong>&#8220;</p>



<p>Die Frage zielt letztlich auf die Fähigkeit ab, zwischen dem differenzieren zu können, was tatsächlich in meiner Natur, in meinen Talenten und in meinem Herzen liegt und jenem, was mir durch Erziehung und Sozialisierung als richtig und gut beigebracht wurde. Wir alle laufen mit elterlichen, partnerschaftlichen und gesellschaftlichen Aufträgen durchs Leben und versuchen mit viel Aufwand, diesen Ansprüchen möglichst zu genügen. </p>



<p>Oft überlagern diese Aufträge das Selbst. Das Ergebnis: Wir funktionieren, <strong>verausgaben uns</strong> &#8211; spüren uns aber immer weniger.</p>



<p>Methoden, die dabei behilflich sein können, diesen Zustand systematisch zu betrachten und aufzulösen, sind als Anteilemodelle bekannt. Richard Schwartz war einer der ersten Therapeuten, der eine solche Systematik für Individuen entwickelte und in der Therapie anwendbar gemacht hat. Mittlerweile existieren zahlreiche, unterschiedlich differenzierte Modelle, die im <a title="Persönlichkeitsentwicklung" href="https://joernvongrabe.com/persoenlichkeitsentwicklung/" target="_blank" rel="noopener">Coaching</a> aber auch in der <a href="https://joernvongrabe.com/psychotherapie/" data-type="page" data-id="9291">Psychotherapie </a>angewendet werden. Da das Modell von Richard Schwartz recht übersichtlich ist, dabei aber alle wesentlichen Komponenten enthält, möchte ich es hier kurz vorstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind Anteile?</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Die Grundannahme des Modells</h3>



<p>Das Anteilemodell von Richard Schwartz basiert auf der Annahme, dass unsere Persönlichkeit nicht einheitlich-monolithisch ist, sondern aus verschiedenen inneren Anteilen besteht – vergleichbar mit unterschiedlichen <a href="https://joernvongrabe.com/psi-theorie-personlichkeits-system-interaktion/" data-type="post" data-id="7869">Motiven oder Persönlichkeitsstilen</a>.</p>



<p>Je nach Situation übernimmt ein anderer Anteil das Steuer.</p>



<p>Typische Erlebnisse sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>mal selbstbewusst, mal ängstlich</li>



<li>mal energisch, mal lethargisch</li>



<li>mal offen, mal zurückgezogen</li>
</ul>



<p>Diese Vielfalt ist normal – entscheidend ist, wie wir damit umgehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die drei Hauptrollen im Inneren Team</h2>



<p>Richard Schwartz hat diese Anteile insgesamt drei Kategorien zugeordnet: die Verbannten, die Manager und die Feuerbekämpfer.</p>



<h3 class="wp-block-heading">1.Die Verbannten</h3>



<p>Die Verbannten tragen ihren Namen, da wir ungerne mit ihnen in Kontakt treten und sie deswegen hinter Mauern verbannt haben. Was kennzeichnet diese Anteile?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es sind meist kindliche, verletzte Anteile</li>



<li>Sie tragen Gefühle wie Scham, Trauer, Schuld, Ohnmacht</li>



<li>Entstanden sind sie meist aus Beziehungserfahrungen mit Eltern</li>



<li>Sie werden oft verdrängt, weil ihr Schmerz schwer auszuhalten ist</li>
</ul>



<p>Anders ausgedrückt, wurden ihre psychologischen Grundbedürfnisse in den relevanten Beziehungen nicht erfüllt (siehe Blogbeitrag zu den <a title="Die psychologischen Grundbedürfnisse. Oder: Was brauche ich eigentlich wirklich? Teil&nbsp;1" href="https://joernvongrabe.com/die_psychologischen_grundbedurfnisse/" target="_blank" rel="noopener">psychologischen Grundbedürfnissen</a>). Diesen Schmerz tragen die „inneren Kinder“ immer noch mit sich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Manager</h3>



<p>Weil einerseits ein kindliches, von Scham, Trauer und Schmerz geprägtes Verhalten nur wenig kompatibel mit unseren gesellschaftlichen Ansprüchen an Erwachsene ist, wir aber auch andererseits das Erleben dieser Gefühle zu unserem eigenen Schutz möglichst vermeiden möchten, verbannen wir diese Anteile nach Kräften. Diese Aufgabe übernehmen die Manager:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sorgen für Funktionieren &amp; Selbstschutz</li>



<li>Kontrollieren, regulieren, perfektionieren</li>



<li>Halten die Fassade aufrecht – vor anderen, aber auch vor uns selbst</li>
</ul>



<p>Manager können sehr unterschiedliche Charaktere haben:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Macher/ Perfektionist, der dafür sorgt, dass wir möglichst wenig Fehler machen, um keine Angriffspunkte für Abwertung und Kritik zu bieten</li>



<li>Der Sorgenmacher/ Pessimist, der uns vor schmerzhaften Enttäuschungen bewahren will, indem er hoffnungsvolles Erwarten möglichst frühzeitig im Keim erstickt.</li>



<li>Das Opfer, das gelernt hat, Fürsorge und Aufmerksamkeit nur zu bekommen, wenn es ihm schlecht geht.</li>
</ul>



<p>Diese Verhaltensweisen sind mit vielfältigen „Kosten“ verbunden. Wir erschöpfen uns, provozieren Konflikte, wir bleiben hinter unseren eigenen Möglichkeiten zurück. Die Wahrnehmung dieser Kosten ist es häufig, die den Bedarf nach <a title="Persönlichkeitsentwicklung" href="https://joernvongrabe.com/persoenlichkeitsentwicklung/" target="_blank" rel="noopener">Coaching</a> bei Menschen aufkommen lässt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Die Feuerbekämpfe (Firefighter)</h3>



<p>Gelegentlich können die Manager damit überfordert sein, die Verbannten unter Kontrolle zu behalten. In dieser Situation springen die Feuerbekämpfer ein. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kommen zum Einsatz, wenn Manager versagen</li>



<li>Radikale Reaktion, um emotionale Überflutung zu verhindern</li>



<li>Überlagern Schmerz mit intensiven Reizen</li>
</ul>



<p>Typische Strategien sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>übermäßiges Essen / Alkohol / Drogen</li>



<li>exzessiver Sport / Arbeit / Sexualität</li>



<li>Selbstverletzung / Rückzug</li>



<li>Spielsucht</li>
</ul>



<p>Verebbt die Energie der Feuerbekämpfer, dann übernehmen die Manager wieder. Nicht jedoch, ohne uns wegen des Kontrollverlusts verächtlich zu machen und uns mit Selbstvorwürfen zu quälen. Damit entsteht häufig ein unglücklicher Kreislauf. Denn die Reaktion auf den Kontrollverlust besteht für die Manger in der Regel darin, zukünftig noch rigider aufzutreten und die Mauern der Verbannung mit noch mehr Aufwand zu festigen und damit noch mehr Kosten zu verursachen. Die Verbannten werden ihre Ansprüche jedoch so lange nicht aufgeben, wie ihre Bedürfnisse unbefriedigt bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Selbst &#8211; die überlagerte Instanz</h2>



<p>Bei Schwartz existiert noch eine vierte Instanz, die eigentlich die wichtigste ist. Das Selbst. Das Selbst verbinden wir mit:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Stimmigkeit</li>



<li>Vertrauen</li>



<li>Zuversicht</li>



<li>Gelassenheit</li>



<li>Mut</li>
</ul>



<p>Im Alltag tritt das Selbst oft in den Hintergrund – überlagert von Managern, Verbannten und Feuerbekämpfern. Das <a href="https://joernvongrabe.com/persoenlichkeitsentwicklung/" data-type="page" data-id="2138">Ziel im Coaching</a> besteht darin, das Selbst wieder in die Führungsrolle bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Selbstführung: Der Weg zu innerer Balance</h2>



<p>Der Weg, der dabei beschritten wird, lässt sich durch das Prinzip der Selbstführung erläutern. Hierbei können wir wenigsten drei Stufen unterscheiden: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>das Alltagsbewusstsein</li>



<li>die innere Achtsamkeit </li>



<li>die Selbstführung</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="958" height="681" src="https://joernvongrabe.com/wp-content/uploads/2023/01/Selbstfuhrung.jpg" alt="Anteilemodell und Selbstführungsmodell" class="wp-image-6253" title="Selbstführung" srcset="https://joernvongrabe.com/wp-content/uploads/2023/01/Selbstfuhrung.jpg 958w, https://joernvongrabe.com/wp-content/uploads/2023/01/Selbstfuhrung-300x213.jpg 300w, https://joernvongrabe.com/wp-content/uploads/2023/01/Selbstfuhrung-768x546.jpg 768w" sizes="(max-width: 958px) 100vw, 958px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">1. Das Alltagsbewusstsein</h3>



<p>In der ersten Stufe, dem Alltagsbewusstsein, besteht keine nennenswerte Verbindung zwischen dem Selbst und den Anteilen. Das Selbst verblasst vor dem Hintergrund der vielen Anteile, die jeweils situationsspezifisch das Handeln übernehmen. Dieser Zustand stellt – leider – den Normalzustand für die überwiegende Mehrheit der Menschen dar.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Die innere Achtsamkeit</h3>



<p>In der zweiten Stufe, der inneren <a href="https://joernvongrabe.com/achtsamkeit/" target="_blank" rel="noopener" title="Achtsamkeit, was ist das eigentlich?">Achtsamkeit</a>, ist das Selbst in seiner zentralen Rolle angekommen. Es stellt jedoch hier erstmal nur einen Beobachter dar: Es in der Lage, die Anteile in ihrer Reaktion auf die Umwelt und in ihrem Handeln achtsam zu beobachten. In dieser Stufe haben wir also ein Bewusstsein dafür, welche Anteile in welchen Kontexten aktiv werden und wie wir uns dabei fühlen. Das Selbst wird zum „Beobachter 2. Ordnung“, d.h. wir beobachten uns selbst dabei, wie wir die Welt beobachten. In dieser Logik sind die Anteile die Beobachter 1. Ordnung, also die Beobachter der Welt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Die Selbstführung</h3>



<p>In der dritten Stufe des Selbstführungsmodells hat das Selbst die Führungsrolle übernommen. Es beobachtet nicht nur, sondern kann eingreifen, indem es die Entscheidung über das Handeln nicht dem vorlautesten Anteil überlässt. Stattdessen wählt das Selbst situationsspezifisch aus, welcher Anteil auf den Umweltreiz reagieren und welcher Anteil sich zurückhalten soll. Wir treffen in diesem Zustand sehr souveräne Entscheidungen über unseren Umweltkontakt und tun dies aus einer Haltung, die von Stimmigkeit, Vertrauen, Zuversicht, Gelassenheit und Mut geprägt ist.</p>



<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Frankl" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Viktor Frankl</a>&nbsp;hat diesen Zustand in wunderbare Worte gefasst:</p>



<p class="has-text-align-center">„Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen. In unserer Antwort liegen unser Wachstum und unsere Freiheit.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verwandte Konzepte: PSI-Theorie und Selbststeuerung</h2>



<p>Im Übrigen konzeptualisiert die <a title="PSI-Theorie: Persönlichkeits-System-Interaktion" href="https://joernvongrabe.com/psi-theorie-personlichkeits-system-interaktion/" target="_blank" rel="noopener">PSI-Theorie</a> die Zweitreaktion sehr ähnlich. Dabei geht es um die Fähigkeit der Selbststeuerung, die sich aus der Selbstkontrolle (innere Diktatur), der Selbstregulation (innere Demokratie) und dem Selbstzugang (Beobachter 2. Ordnung) zusammensetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Die Reise zu dir selbst</h2>



<p>Die Arbeit mit Anteilen ist keine Schwäche – sie ist ein mutiger Schritt zur Klarheit. <br><strong>Wenn du dich auf den Weg machen möchtest, deine inneren Anteile kennenzulernen, begleite ich dich gerne</strong>. <a href="https://joernvongrabe.com#kontakt" data-type="page" data-id="5">Melde</a> dich!</p>



<ul class="wp-block-list"></ul>



<p></p>
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		<item>
		<title>Was ist der Unterschied zwischen Coach, Therapeut und Trainer?</title>
		<link>https://joernvongrabe.com/die_unterschiede_zwischen_coach_trainer_therapeut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joern]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2023 11:48:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Häufig erlebe ich, dass Menschen vor einem Coaching zurückschrecken, da sie das Stigma fürchten, als psychisch krank zu gelten. Dass Coaching und psychische Erkrankung nichts miteinander zu tun haben, habe ich im Blogbeitrag zu mentaler Gesundheit ja bereits erläutert. Aber auch formal und rechtlich ist Coaching streng von Therapie zu trennen. Lösen wir den Unterschied [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Häufig erlebe ich, dass Menschen vor einem <a title="Persönlichkeitsentwicklung" href="https://joernvongrabe.com/persoenlichkeitsentwicklung/" target="_blank" rel="noopener">Coaching</a> zurückschrecken, da sie das Stigma fürchten, als psychisch krank zu gelten. Dass Coaching und psychische Erkrankung nichts miteinander zu tun haben, habe ich im Blogbeitrag zu <a title="Was ist mentale Gesundheit?" href="https://joernvongrabe.com/was_ist_mentale_gesundheit/" target="_blank" rel="noopener">mentaler Gesundheit</a> ja bereits erläutert. Aber auch formal und rechtlich ist Coaching streng von Therapie zu trennen. Lösen wir den Unterschied zwischen Coach, Therapeut und Trainer also einmal auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Coaching vs. Psychotherapie: Rechtliche und inhaltliche Unterschiede</h2>



<p>Bei der <a title="Psychotherapie" href="https://joernvongrabe.com/psychotherapie/">Psychotherapie</a> handelt es sich um eine Heilkunde, deren Durchführung eine Heilerlaubnis nach Psychotherapeutengesetz (PsychThG) oder nach dem Heilpraktikergesetz (HeilprG) erfordert. Die Durchführung einer Therapie setzt entsprechend eine Krankheits- oder Störungsdiagnose und darauf basierend den Einsatz von geeigneten Heilmethoden voraus.</p>



<p>All dies trifft auf Coaching <strong>nicht </strong>zu. Coaching zielt auf die Aktivierung von Ressourcen und die Hilfe zur Selbsthilfe ab, möchte Impulse geben, Perspektiven beisteuern und bei der <a title="Persönlichkeitsentwicklung" href="https://joernvongrabe.com/persoenlichkeitsentwicklung/" target="_blank" rel="noopener">Persönlichkeitsentwicklung</a> begleiten. Dabei hat die Klientin oder der Klient ein Anliegen mit einem Leidensdruck &#8211; der aber ohne <strong>Krankheitswert </strong>ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Coaching ist wie Sport &#8211; nur für die Seele</h2>



<p>Coaching ist durchaus mit dem Betreiben von Sport vergleichbar: Sport macht den Körper leistungsfähiger, widerstandsfähiger, stärkt das Immunsystem und beugt damit Krankheiten vor. Coaching macht genau das mit der Seele. Und genauso, wie man mit Krankheit keinen Sport betreibt, sondern zum Arzt geht, hat Coaching nichts mit psychischer Erkrankung zu tun.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Coaching ist kein Training &#8211; systemisch gedacht</h2>



<p>Aus systemischer Sicht ist es mir außerdem wichtig, Coaching und Training zu differenzieren. Trainer bringen Menschen spezifische Fähigkeiten bei – z.B. den richtigen Bewegungsablauf beim Sport oder die richtige Verkaufsstrategie im Handel. Dabei ist der Trainer oder die Trainerin Expert:in in seinem bzw. ihrem Feld. Es besteht also ein Wissensgefälle, das durch das Training zumindest partiell ausgeglichen werden soll.</p>



<p>Als systemischer Coach und Psychotherapeut grenze ich mich ausdrücklich davon ab, da ich naturgemäß nicht Experte für das Klientensystem bin oder sein kann. Stattdessen betrachte ich die Klienten selbst als Experten ihres Systems, wenn auch dieses Wissen häufig durch die biografische Entwicklung verschüttet wurde. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Haltung als Coach</h2>



<p>Ich habe also keinesfalls die Absicht, Klienten zu zeigen „wie man richtig lebt“. Stattdessen möchte ich mit meinem <a href="https://joernvongrabe.com/persoenlichkeitsentwicklung/" data-type="page" data-id="2138">systemischen Coaching</a> und meiner <a href="https://joernvongrabe.com/psychotherapie/" data-type="page" data-id="9291">Psychotherapie</a> dazu beitragen, dieses verschütt gegangene Klientenwissen wieder freizulegen und zugänglich zu machen.<strong> Meine Haltung beschreibe ich dabei als empathisch, offen, interessiert &#8211; und wo es mir hilfreich erscheint auch fordernd und gelegentlich provokativ</strong>. </p>



<p>All dies zielt darauf ab, wieder stimmiger und mehr im Einklang mit dem Selbst leben zu können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neugierig geworden?</h2>



<p>Ich freue mich auf deine <a href="https://joernvongrabe.com#kontakt" data-type="page" data-id="5">Rückmeldung</a>!</p>
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		<title>Was ist mentale Gesundheit?</title>
		<link>https://joernvongrabe.com/was_ist_mentale_gesundheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joern]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Dec 2022 11:34:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mental Health oder auch mentale Gesundheit sind Begriffe, die in den letzten Jahren immer häufiger wie selbstverständlich verwendet werden, deren Definition jedoch nicht ganz so einfach und eindeutig ist. In erster Näherung könnte man mentale Gesundheit einfach als Abwesenheit mentaler Krankheit beschreiben. Das ist zwar grundsätzlich richtig, greift jedoch deutlich zu kurz, da pathologische Zustände [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mental Health oder auch mentale Gesundheit sind Begriffe, die in den letzten Jahren immer häufiger wie selbstverständlich verwendet werden, deren Definition jedoch nicht ganz so einfach und eindeutig ist. </p>



<p>In erster Näherung könnte man mentale Gesundheit einfach als Abwesenheit mentaler Krankheit beschreiben. Das ist zwar grundsätzlich richtig, greift jedoch deutlich zu kurz, da pathologische Zustände im weiten Spektrum möglicher mentaler Zustände nur das eine, extreme Ende darstellen. Klar ist, dass auch nicht-pathologische Zustände Leiden erzeugen können, ohne aber eben im klassisch medizinischen Sinne behandlungswürdig zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie lässt sich mentale Gesundheit definieren? </h2>



<p>Üblicherweise wird mentale Gesundheit als Zustand des Wohlbefindens beschrieben, in dem eine Person:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>ihre Fähigkeiten ausschöpfen kann,</li>



<li>die normalen Lebensbelastungen bewältigen kann,</li>



<li>produktiv arbeiten kann,</li>



<li>einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft leisten kann.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Wofür ist mentale Gesundheit wichtig?</h2>



<p>Mentale Gesundheit ist also Voraussetzung für:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Lebensqualität,</li>



<li>Leistungsfähigkeit und</li>



<li>soziale Teilhabe</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Wann hilft Coaching?</h2>



<p>Werden ein oder mehrere der hier aufgeführten Aspekte als eingeschränkt wahrgenommen, kann ein <a title="Persönlichkeitsentwicklung" href="https://joernvongrabe.com/persoenlichkeitsentwicklung/" target="_blank" rel="noopener">Coaching</a> helfen, die Situation aufzulösen. </p>



<p>Wie beschrieben ist man deswegen nicht krank (hier erläutere ich den <a title="Was ist der Unterschied zwischen Coach, Therapeut und Trainer?" href="https://joernvongrabe.com/die_unterschiede_zwischen_coach_trainer_therapeut/" target="_blank" rel="noopener">Unterschied zwischen Therapeut und Coach</a>) – aber es fehlt an Leichtigkeit, an Lebensfreude und Zuversicht. Darauf sollte man im Leben meiner Meinung nach jedoch nicht verzichten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lust auf mehr Leichtigkeit?</h2>



<p>Wenn du Lust hast, gemeinsam mit mir auf deine mentale Gesundheit zu achten, dann <a href="https://joernvongrabe.com#kontakt">melde</a> dich gerne bei mir!</p>



<p></p>
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