Über mich und meinen Werdegang
Mein beruflicher Weg verlief nicht geradlinig. Er führte vom Bauingenieurwesen über Umweltpsychologie, Entwicklungszusammenarbeit und universitäre Forschung schließlich zur Psychotherapie.
Rückblickend erscheint mir diese Entwicklung weniger wie eine Reihe von Brüchen als wie eine fortlaufende Annäherung an eine zentrale Frage: Wie entstehen menschliche Denk-, Gefühls- und Handlungsmuster – und wie können sie sich verändern?
Heute arbeite ich als Heilpraktiker für Psychotherapie, Arbeits- und Organisationspsychologe und Coach in München. In meiner therapeutischen Arbeit verbinde ich eine systemische Grundhaltung mit klientenzentrierter Gesprächstherapie, verhaltenstherapeutischen Elementen, körperorientierten Ansätzen und EMDR.
Dabei ist mir wichtig, Menschen nicht auf Symptome oder Diagnosen zu reduzieren. Psychische Beschwerden entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie stehen häufig im Zusammenhang mit Beziehungen, biografischen Erfahrungen, inneren Antreibern, aktuellen Lebensbedingungen und dem Versuch, schwierige Situationen möglichst gut zu bewältigen.
Psychotherapie bedeutet für mich deshalb, gemeinsam zu verstehen, was sich hinter einer Belastung verbirgt, Stabilität zurückzugewinnen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Ausbildung und Qualifikation
- Studium Bauingenieurwesen an der Universität Wuppertal, 1992-1997
- Studium Environmental Design and Engineering am UC London, 1999-2000
- Promotion an der TU München bei Gerhard Kaminski über die psychologischen Grundlagen des energierelevanten Handelns von Menschen in Gebäuden, 2013 abgeschlossen
- Entwicklungszusammenarbeit südliches Afrika, 2008-2013
- Post-Doc und Assistenzprofessor am Institut für Architektur an der Universität Liechtenstein, inklusive mehrfacher Auslandsaufenthalte als Gastwissenschaftler, Entwicklung kognitiver Handlungs- und Lernmodelle, 2014-2018
- Ausbildung zum Neurosystemischen Körpercoach ( DBVC zertifizierte Weiterbildung) bei Rolf Krizian, 2018
- Ausbildung zum Neurosystemischen Körpertherapeuten bei Rolf Krizian, 2020
- Masterstudium Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Wuppertal, 2018 – 2022
- Lizenzierung als Impart PSI Selbstmanagementberater ( PSI: Persönlichkeits-System-Interaktion), 2023
- Heilpraktiker für Psychotherapie, 2024
- Ausbildung in klientenzentrierter Gesprächstherapie nach Carl Rogers bei Stefan Ritsche, 2024
- EMDR-Ausbildung bei Michael Raschke, 2026
- aktuell: Ausbildung zum Traumatherapeuten am ZPTN bei Lutz Besser
Ergänzend verfüge ich über eine Triathlon-Trainer-C-Lizenz, eine Fitness-Trainer-A-Lizenz und eine Weiterbildung zum Ernährungsberater.
Umwege, Übergänge und neue Perspektiven
Neben meiner wissenschaftlichen Arbeit engagierte ich mich mehrere Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit und verbrachte längere Zeit im südlichen Afrika. Auch diese Erfahrungen haben meinen Blick geprägt: Menschen und soziale Systeme lassen sich nicht isoliert verstehen. Was sinnvoll oder möglich erscheint, hängt immer vom jeweiligen Kontext ab.
Der Abschied von der akademischen Laufbahn war allerdings keine einfache Entscheidung. Ich hatte viele Jahre auf ein bestimmtes Ziel hingearbeitet und musste mir irgendwann eingestehen, dass der dafür verbleibende Handlungsspielraum immer kleiner wurde.
Die naheliegende Reaktion wäre gewesen, noch mehr Kraft zu investieren. Mehr vom Gleichen. Stattdessen musste ich lernen, die Perspektive zu verändern, ein lang verfolgtes Ziel loszulassen und andere Möglichkeiten überhaupt wieder wahrzunehmen.
Diese Erfahrung prägt meine therapeutische Arbeit bis heute. Menschen geraten häufig nicht deshalb in Krisen, weil sie sich zu wenig bemühen, sondern weil sie mit großer Beharrlichkeit versuchen, innerhalb eines zu eng gewordenen Rahmens eine Lösung zu finden.
Manchmal besteht Veränderung deshalb nicht darin, sich noch stärker anzustrengen. Manchmal geht es darum, den Blick zu weiten, alte Annahmen zu überprüfen und neue Wahlmöglichkeiten entstehen zu lassen.
Der Kybernetiker Heinz von Förster formulierte es so:
Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird.
Dieser Gedanke entspricht sehr genau meiner therapeutischen Grundhaltung.
Kontrolle und Loslassen
Ziele zu haben und Dinge aktiv zu gestalten, halte ich für wichtig. Gleichzeitig ist das Leben nur begrenzt planbar. Entwicklung verläuft selten linear. Kleine Ereignisse können große Veränderungen auslösen, während sorgfältige Pläne an Umständen scheitern, die vorher nicht absehbar waren.
Für mich besteht psychische Stabilität daher nicht darin, alles unter Kontrolle zu haben. Sie zeigt sich eher in der Fähigkeit, zwischen Beharrlichkeit und Loslassen unterscheiden zu können:
- Wann lohnt es sich, weiterzugehen?
- Wann braucht es eine Pause?
- Wann muss ein Ziel angepasst werden?
- Wann ist es Zeit, einen anderen Weg einzuschlagen?
Diese Fragen spielen in vielen Therapien eine zentrale Rolle – bei Erschöpfung, Lebenskrisen, Ängsten, Selbstwertproblemen oder schwierigen Entscheidungen.
Sport, Zielstrebigkeit und Selbststeuerung
Sport begleitet mich seit meiner Kindheit. Ich begann mit Wettkampfschwimmen, wechselte später zum Triathlon und betreibe bis heute Ausdauersport mit ambitionierten Zielen.
Sport hat mir viel über Planung, Beharrlichkeit und den Umgang mit Rückschlägen beigebracht. Ebenso wichtig war jedoch die Erkenntnis, dass Leistungsfähigkeit nicht ausschließlich durch mehr Disziplin entsteht. Regeneration, Selbstwahrnehmung und ein realistischer Umgang mit den eigenen Grenzen sind mindestens ebenso entscheidend.
Sport ist für mich deshalb auch ein Experimentierfeld für Selbststeuerung:
- Energie investieren oder Kräfte schonen
- Widerstände überwinden oder Warnsignale ernst nehmen
- an einem Ziel festhalten oder es neu bewerten
Die Muster, die sich dort zeigen, begegnen uns meist auch in anderen Lebensbereichen.
Was Sie in der Zusammenarbeit erwarten können
Ich arbeite aufmerksam, respektvoll und klar. Mir ist eine tragfähige therapeutische Beziehung wichtig, gleichzeitig soll Therapie nicht im bloßen Verstehen stehen bleiben. Gemeinsam entwickeln wir konkrete Schritte, die sich im Alltag bewähren können.
Dabei verbinde ich wissenschaftliches Denken mit Offenheit für individuelle Erfahrungen. Nicht jede Methode passt zu jedem Menschen und nicht jede Schwierigkeit braucht dieselbe Lösung.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten zu meiner Psychotherapie und den Honoraren.
Wenn Sie klären möchten, ob eine Zusammenarbeit für Sie passend sein könnte, schreiben Sie mir gerne oder rufen Sie mich an.