Selbstwert & Selbstkritik: Raus aus „nicht gut genug“
Psychotherapie in München (Haidhausen) · Heilpraktiker für Psychotherapie
Vielleicht wirkst du nach außen kompetent – aber innerlich reicht ein kleiner Fehler, ein schiefer Blick oder eine kritische Rückmeldung, und es kippt. Du zweifelst an dir, vergleichst dich, willst alles „richtig“ machen. Oder du sagst zu oft Ja, damit niemand enttäuscht ist. Selbstkritik kann antreiben – aber wenn sie dauerhaft läuft, macht sie klein, erschöpft und nimmt dir die Freude.
Wenn du merkst, dass Selbstzweifel und innere Härte dich im Alltag einschränken, kann ein Erstgespräch Orientierung geben.
Woran du Selbstwertprobleme erkennst
Selbstwertthemen zeigen sich oft nicht in einem einzelnen „Symptom“, sondern in typischen Mustern:
• Du hast das Gefühl, mehr leisten zu müssen als andere, um „okay“ zu sein
• Komplimente kommen nicht an („Die sagen das nur so“)
• Fehler fühlen sich übergroß an, du grübelst lange nach
• Du vergleichst dich stark und ziehst dabei den Kürzeren
• Du hast Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen oder Nein zu sagen
• Du bist nach außen freundlich – und innerlich sehr streng mit dir
Manchmal wirkt das wie „nur Unsicherheit“. In Wirklichkeit ist es oft ein dauerhaftes inneres Bewertungssystem, das kaum Pause macht.
Woher starke Selbstkritik kommt (und warum sie nicht einfach verschwindet)
Selbstkritik hat häufig eine Funktion: Sie soll dich vor Ablehnung, Fehlern oder Kontrollverlust schützen. Viele Menschen lernen früh, dass Anerkennung an Bedingungen geknüpft ist – Leistung, Anpassung, „nicht auffallen“, „keine Schwäche“.
Dann wird Selbstkritik zu einer Art innerem Management:
• „Wenn ich streng bin, mache ich weniger Fehler.“
• „Wenn ich mich anpasse, gibt es keinen Konflikt.“
• „Wenn ich mich klein halte, werde ich nicht angreifbar.“
Das Problem: Was früher vielleicht hilfreich war, wird später zu einem Muster, das dich begrenzt. Und das kann man verändern – ohne dass du „ein anderer Mensch“ werden musst.
Selbstwert heißt nicht Ego – sondern innere Stabilität
Viele verwechseln Selbstwert mit „Selbstverliebtheit“ oder „Ego“. In Wirklichkeit geht es um etwas anderes: um innere Stabilität. Du musst nicht perfekt sein, um okay zu sein. Du darfst Fehler machen, dich zeigen, Bedürfnisse haben – ohne dich dafür zu rechtfertigen.
Wenn Selbstwert stabiler wird, verändern sich oft automatisch:
• Umgang mit Kritik
• Entscheidungen
• Beziehungen
• Grenzen
• Stresslevel
Was du konkret tun kannst (erste Schritte)
Hier sind pragmatische Schritte, die oft schon etwas Druck rausnehmen:
1) Selbstkritik als Stimme erkennen – nicht als Wahrheit
Wenn der innere Kommentar kommt („Du bist zu…“, „Das reicht nicht…“), versuch ihn zu markieren:
• „Ah – da ist wieder die Selbstkritik.“
Das wirkt simpel, ist aber ein wichtiger Abstand. Du bist nicht dieser Satz – du hast diesen Satz.
2) Von „Bewerten“ zu „Beschreiben“
Statt:
• „Ich bin unfähig“ sag „Ich habe mich in Situation X unsicher gefühlt.“
• „Ich habe versagt“ sag „Ich habe Y nicht so hinbekommen, wie ich wollte.“
Beschreiben nimmt Schärfe raus und schafft Handlungsspielraum.
3) Ein kleines Nein pro Woche
Selbstwert wird nicht nur gedacht, sondern gelebt. Ein realistischer Start:
• 1× pro Woche ein kleines Nein
• 1× eine Grenze klar benennen („Heute nicht“, „Ich brauche Zeit“)
Nicht um hart zu werden, sondern um dich selbst ernst zu nehmen.
Wie Psychotherapie in München dich unterstützen kann
In der Psychotherapie geht es darum, die Dynamik hinter Selbstkritik zu verstehen und Schritt für Schritt zu verändern. Typische Themen sind:
• innere Antreiber und alte Regeln („Ich muss…“, „Ich darf nicht…“)
• Umgang mit Scham und Angst vor Bewertung
• Grenzen, Bedürfnisse, Selbststeuerung im Alltag
• neue innere Haltung: klar, freundlich, realistisch – nicht „weich“, sondern stabil
Mehr zum Rahmen findest du hier: Heilpraktiker für Psychotherapie in München – Infos zu Honorar & Rahmenbedingungen findest du unter Honorare.
Nächster Schritt – Erstgespräch
Wenn du dich innerlich oft klein machst oder dein Alltag von Selbstzweifeln geprägt ist, kann ein Erstgespräch sehr entlastend sein. Wir klären, was gerade wirkt, welche Schritte sinnvoll sind und ob die Zusammenarbeit für dich passt.
Kurzer wichtiger Hinweis
Wenn du dich akut überfordert fühlst oder das Gefühl hast, nicht mehr stabil zu sein, hol dir bitte sofort medizinische Hilfe (Hausärzt:in, Krisendienst Psychiatrie Oberbayern, Notruf: 0800/655 3000). Akute Sicherheit geht vor!