Als Schwimmtrainer und gleichzeitig Mentalcoach kommt man nicht umhin, irgendwann einmal die Gemeinsamkeiten oder Berührungspunkte beider Bereiche zu entdecken. Schwimmen kann meines Erachtens tatsächlich therapeutisches Potenzial haben …

Ein paar Beispiele:

Als hochtechnische Sportart geht beim Schwimmen nichts mit Gewalt, es lässt sich nichts erzwingen, wofür die Zeit (und das eigene Setting) nicht reif ist. Wie wir im Mentalcoaching sagen würden: Gras wächst nicht schneller nur weil man daran zieht. Auch wenn wir uns Zustandsänderungen noch so sehr wünschen, es braucht immer etwas Geduld. Schwimmen kann uns diese Geduld lehren – inklusive ein wenig positiver Demut angesichts dieses so mächtigen Elements Wasser.

Veränderung ist nur möglich, wenn wir genügend Achtsamkeit und Sensibilität gegenüber dem haben was gerade in diesem Augenblick da ist. Auch beim Schwimmen ist alles im Jetzt, nicht in Zukunft und auch nicht in der Vergangenheit. Jede Bewegung erfordert die momentane Aufmerksamkeit, um Muster zu erkennen, zu durchbrechen und neue Abläufe zu erproben.

Und schließlich müssen wir alle immer wieder lernen loszulassen. Von Zielen, die gar nicht stimmig sind mit unserem Selbst, Vorstellungen der Realität, die nicht mehr aufrecht zu erhalten sind, usw. Schwimmen lernen bedeutet immer loszulassen, locker zu lassen und im besten Fall, den Flow zu finden. Schwimmen macht loslassen physisch erlebbar.

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